Fiholm Castle, Renaissance-Schloss in der Gemeinde Eskilstuna, Schweden
Fiholm Castle ist ein ehemaliges Gut (säteri) an der Bucht Sörfjärden des Mälaren in Jäders socken, Gemeinde Eskilstuna. Von dem von Axel Oxenstierna geplanten Schloss wurden in den 1640er Jahren nur zwei eingeschossige Flügel nach Plänen von Simon de la Vallée errichtet. Es sind zwei rosafarben verputzte Ziegeltrakte unter Walmdächern, jeweils zwanzig Fensterachsen lang, mit Sandsteinportalen von Heinrich Blume.
Der schwedische Staatsmann Axel Oxenstierna beauftragte den Bau 1640, und der Architekt Nikodemus Tessin überwachte die Fertigstellung 1642. Das Schloss entstand in einer Zeit, als wohlhabende schwedische Adlige europäische Architekturstile in ihre Landgüter einführten.
Die Sandsteinportale der Flügel tragen die Wappen der Familien Oxenstierna und Bååt, gefertigt vom Stockholmer Meister Heinrich Blume, dazu Ornamente an Frontispiz und Dachgauben. Drei Alleen führen von Süden, Westen und Osten zu den Gebäuden, eine Anlage, mit der der Hochadel seinen Rang betonte. Die gleichzeitig errichtete Kirche von Jäder birgt die Grabkirche der Oxenstierna.
Fiholm ist ein privates Gut etwa 13,5 km nordöstlich von Eskilstuna bei Sörfjärden in der Gemeinde Jäder; die Flügel sind nach Absprache mit den Eigentümern zu besichtigen. Drei Alleen führen von Süden, Westen und Osten zu den Gebäuden. Die steinerne Scheune von 1864 mit Treppengiebel wird für Veranstaltungen und Märkte genutzt.
Die beiden erhaltenen Flügel sollten Teil eines größeren Herrenhauses sein, das nie vollendet wurde und so eine unvollständig wirkende, aber dennoch ausgewogene Komposition schuf. Diese unerwartete Form macht das Schloss zu einem interessanten Beispiel für unvollendete architektonische Ambitionen aus dem 17. Jahrhundert.
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