Föra Church, Lutherische Kirche in Borgholm Municipality, Schweden
Die Föra-Kirche besteht aus einem mächtigen mittelalterlichen Westturm und einem klassizistischen Schiff, das 1828–1837 nach Plänen von C. Blom-Carlsson angebaut wurde. Der gut erhaltene Wehrturm bewahrt gewölbte Räume, Lagerräume und eine Latrine; das Schiff hat ein hölzernes Tonnengewölbe und eine Sakristei im Osten. Auf dem Turm sitzt eine achteckige Laterne für die Glocken.
Eine Stabkirche des 11. Jahrhunderts, deren Bretter im Westturm erhalten sind, wurde in den 1160er Jahren durch eine Steinkirche ersetzt, die bald mit zwei Türmen und einer Wehrplattform befestigt wurde. 1825 beschloss die Gemeinde einen Neubau; das mittelalterliche Langhaus wurde 1828 abgerissen und eine neoklassizistische Kirche von C. Blom-Carlsson 1837 eingeweiht, wobei der alte Westturm erhalten blieb.
Die Gewölberäume, Lager und die Latrine des Turms dienten wohl in Frieden und Krieg als Zuflucht. Dort fand man Speisereste, Kleidungsreste und Spielsteine, Spuren des Alltags in der mittelalterlichen Wehrkirche.
Die Kirche gehört zur Gemeinde Föra-Alböke-Löts im Bistum Växjö. Das südliche Stiglucka, ein überdachtes Tor von 1787, ist dorthin gerichtet, wo vor 1828 die mittelalterliche Vorhalle stand. Das neoklassizistische Langhaus des Architekten Carl-Gustaf Blom-Carlsson wurde 1827–28 vom Baumeister Petter Ekholm aus Borgholm errichtet.
Die Latrine des Turms ist möglicherweise die älteste Schwedens. Im Turm fand man zudem Essensreste, Stofffetzen und Spielsteine, was zeigt, dass er in Frieden und Krieg als Zuflucht diente.
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