Dalmatien, Historische Region an der östlichen Adriaküste, Kroatien
Dalmatien ist eine historische Region an der östlichen Adriaküste in Kroatien, die sich entlang der Küstenlinie erstreckt und zahlreiche Inseln umfasst. Das Gebiet reicht von der Insel Rab im Norden bis zur Bucht von Kotor im Süden und wird vom Gebirgszug im Hinterland begrenzt.
Die Region erhielt ihren Namen vom illyrischen Stamm der Dalmaten und wurde später zur römischen Provinz. Venedig kontrollierte das Gebiet von 1420 bis 1797 und prägte Architektur sowie Verwaltung nachhaltig.
Einheimische unterscheiden sich oft durch ihre Herkunft: Küstenbewohner pflegen andere Traditionen als die Bergbevölkerung im Hinterland. Italienische Einflüsse zeigen sich deutlich in der Alltagsküche, besonders bei Pasta, Olivenöl und Meeresfrüchten, die in den meisten Haushalten täglich auf dem Tisch stehen.
Die moderne Verwaltung gliedert das Gebiet in vier Gespanschaften: Zadar, Šibenik-Knin, Split-Dalmatien und Dubrovnik-Neretva. Nur zwei Durchgänge führen durch das Gebirge ins Hinterland: einer durch die Krka-Schlucht und einer durch das Neretva-Tal.
Die Dinarischen Alpen bilden eine natürliche Barriere zwischen Küste und Binnenland und erschwerten jahrhundertelang den Handel. Diese geografische Isolation führte dazu, dass sich Küstenstädte kulturell und wirtschaftlich stärker nach Italien orientierten als zum kroatischen Hinterland.
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