Golf von Khambhat, Küstenbucht in Gujarat, Indien.
Der Golf von Khambhat ist eine Meeresbucht an der Westküste Indiens im Bundesstaat Gujarat, die sich über 200 Kilometer erstreckt und zwischen 20 und 70 Kilometer breit ist. Das Wasser wird durch Sedimente trüb, die von mehreren großen Flüssen mitgebracht werden, und die Gezeiten bewegen sich schnell durch die sich verjüngende Form der Bucht.
Schon vor Jahrhunderten ankerten Handelsschiffe in den Häfen entlang der Ostseite der Bucht und tauschten Waren zwischen Europa und Asien aus. Archäologen entdeckten in den frühen 2000er Jahren unter Wasser liegende Strukturen, die möglicherweise auf sehr alte menschliche Aktivitäten hinweisen.
Die Mündungen von vier Flüssen bringen Süßwasser in das Gewässer und schaffen Lebensraum für Fischer, die traditionelle Boote nutzen. Entlang der Küste entwickelten sich über Jahrhunderte kleine Siedlungen, deren Bewohner vom Fischfang und vom Salzabbau leben.
Wer mit dem Boot unterwegs ist, sollte auf die schnell wechselnden Gezeitenströme achten, die Sandbänke verschieben und die Wassertiefe verändern. Einheimische Fischer kennen die besten Zeiten und Routen, um sicher durch das sich ständig verändernde Gewässer zu navigieren.
Die Gezeitenhöhe kann bis zu 12 Meter erreichen, was zu den höchsten in Indien zählt. Diese starke Bewegung des Wassers führt dazu, dass sich Ökosysteme bilden, die nur wenige andere Küstengebiete des Landes aufweisen.
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