Baltisch-Port, Stadt in Estland
Paldiski ist eine kleine Hafenstadt an der Küste Estlands, etwa 50 Kilometer westlich von Tallinn, auf hohen Kalksteinklippen gelegen. Die Stadt besteht aus sowjetischen Wohnblöcken, militärischen Überresten, neueren Bauten und einem ganzjährig aktiven Hafen mit regelmäßigen Verbindungen nach Skandinavien.
Die Stadt wurde erstmals 1377 erwähnt, erlebte aber ihren Aufstieg, als Peter der Große Anfang des 18. Jahrhunderts eine Festung baute, um einen sicheren Hafen für russische Schiffe zu schaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie zum größten sowjetischen U-Boot-Ausbildungszentrum, bis sowjetische Truppen 1994 abzogen und das Zivilleben zurückkehrte.
Der Name Paldiski stammt aus dem Estnischen und bedeutet "Heidelandkopf". Der Hafen verbindet das tägliche Leben der Bewohner mit Skandinavien, während sowjetische Wohnblöcke und moderne Strukturen das Stadtbild prägen.
Vom Stadtzentrum Tallinns erreicht man die Stadt mit dem Auto in etwa 40 Minuten oder mit Bus und Zug in rund einer Stunde. Die meisten Orte lassen sich zu Fuß erkunden, und ein Spaziergang entlang der Kalksteinklippen bietet Ausblicke auf die Umgebung, aber das Gelände ist stellenweise uneben.
Der Leuchtturm von Paldiski ist mit über 50 Metern Höhe der höchste Estlands und wurde im späten 19. Jahrhundert erbaut, um Schiffen auf einer vielbefahrenen Schifffahrtsroute zu helfen. Der Leuchtturm steht isoliert am Ende der Halbinsel und zeigt ein Stück intensive Schifffahrtsgeschichte.
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