Maki Nuclear Power Plant, Kernkraftwerksprojekt in Nishikan-ku, Japan
Das Kernkraftwerk Maki ist eine nie fertiggestellte Nuklearanlage in Nishikan-ku, einem Bezirk im Westen der Präfektur Niigata. Das Gelände liegt an der Küste des Japanischen Meeres und wurde nie in Betrieb genommen.
Tohoku Electric reichte 1982 einen Bauantrag ein, doch die Prüfung wurde bereits 1983 unterbrochen. Nach einer Gerichtsentscheidung im Jahr 2003 zog das Unternehmen seinen Antrag 2004 offiziell zurück.
Die Bewohner der Region stimmten in den 1990er Jahren zweimal gegen den Bau des Kraftwerks, was in Japan damals ein sehr seltener Vorgang war. Diese Abstimmungen zeigten, wie stark die lokale Gemeinschaft bereit war, sich gegen ein Großprojekt zu stellen.
Das Gelände befindet sich westlich von Niigata-Stadt, in der Nähe der Küste, und ist von außen sichtbar. Da es sich um ein privates Gelände handelt, ist der Zutritt nicht möglich, und ein Besuch ist nur von öffentlichen Wegen aus möglich.
Unter dem Gelände liegt ein Dorf, das 1971 durch einen Erdrutsch begraben wurde und dessen Strukturen noch heute unter dem Boden erhalten sind. Das geplante Kraftwerk wurde also auf einer bereits verschwundenen Siedlung gebaut.
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