Hattori Tenjin-gū, Shinto-Schrein in Toyonaka, Präfektur Osaka, Japan
Hattori Tenjin-gū ist ein Shinto-Schrein in Toyonaka, Präfektur Osaka, der Sukunahikona-no-Mikoto und Sugawara no Michizane gewidmet ist. Die Haupthalle wurde 1827 wiederaufgebaut; die zinnoberrote Fassade unter einem geschwungenen Ziegeldach trägt schwarze Tafeln mit der Aufschrift „Yakuyoke Kito“ und „Kotsu Anzen Kito“. Ein niedriger roter Zaun mit einem goldenen „Hōsai“-Medaillon steht vor dem dunklen Inneren.
Der Schrein entstand als kleine Hokora, in der der Hata-Klan Sukunabikona-no-Mikoto, eine Gottheit der Medizin, unter Kaiser Ingyō (412–453) verehrte. 783 starb Fujiwara no Uona in Kawabe-no-shō und wurde daneben bestattet; 901 betete Sugawara no Michizane, auf dem Weg nach Dazaifu an Beriberi erkrankt, hier und genas. Nach seinem Tod wurde er mitverehrt, und der Schrein erhielt den Namen Hattori Tenjin-gū, verehrt als Gottheit für die Heilung der Füße.
Der Schrein gilt als „Gott der Füße“: Menschen mit Fußleiden sowie Läufer und Fußballer beten hier um Heilung und kräftige Beine. Am 25. August findet das Ashi no Shugo Kigan Taisai statt, bei dem Priester die Füße der Teilnehmer mit Papieropfern abreiben. In der Sōri-dō-Halle liegen gestiftete Strohsandalen, Schuhe, eiserne Geta und Gehstöcke.
Der Schrein liegt drei Gehminuten vom Bahnhof Hattori Tenjin der Hankyu-Takarazuka-Linie entfernt, direkt an der Kreuzung Hattori Ekimae der Route 176. Gläubige beten am Sockel „ashibumi ishi“, auf den man sich setzt, um Heilung von Fußleiden oder kräftige Beine zu erbitten. Auf dem Gelände stehen zudem das Grab Fujiwara no Uonas und der 1977 hierher versetzte Spiegelraum einer Nō-Bühne.
In der Waraji-dō genannten Halle legen Besucher Strohsandalen, Schuhe, Krücken sowie Schuhwerk aus Eisen oder Holz nieder, ein Brauch, der von Fußkranken ausging, die selbst geflochtene Sandalen stifteten. Der Schrein bewahrt zudem drei Sangaku auf, Votivtafeln mit Geometrieaufgaben; eine davon, im Juni 1843 von Yoshida Denbei gestiftet, gehört zu den neun erhaltenen Sangaku der Edo-Zeit in der Präfektur Osaka.
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