Moto Sakura Castle, Japanische Burgruine in der Präfektur Chiba, Japan.
Moto Sakura Castle ist eine Burganlage in der Präfektur Chiba, die sich über die Grenze zwischen der Stadt Sakura und der Stadt Shisui erstreckt. Die Ruinen bestehen aus Steinmauern, Erdwällen und mehreren Toren, die die Struktur einer mittelalterlichen Defensivanlage zeigen.
Die Burg entstand in der Bunmei-Zeit (1469–1486) als Sitz von Chiba Suketane, der mit Unterstützung des Koga-Kubō Ashikaga Shigeuji die Führung des Chiba-Clans übernahm. Eine Quelle von 1484 berichtet, dass Chiba Takanetane seine Burg nach Sakura verlegte; 1490 wurde die Burgstadt angelegt. Neun Generationen lang blieb sie Hauptsitz der Chiba, bis der Clan nach dem Odawara-Feldzug von 1590 enteignet wurde.
Der Name unterscheidet die Anlage von der später erbauten Burg Sakura: „Moto“ bezeichnet die ältere Festung des Chiba-Clans, die neun Generationen lang in dessen Besitz war. Die jüngere Burg gab der Stadt Sakura ihren Namen, während der alte Standort das Präfix behielt. Die Burgstadt wurde nach Shisui-juku verlegt, das zu einer Station an der Narita-Straße wurde.
Der Zugang zur Burg ist kostenlos und die Anlage ist tagsüber frei zu besuchen, mit einem Informationszentrum vor Ort für weitere Details. Der Weg vom nächsten Bahnhof ist relativ kurz und führt durch eine ruhige Gegend mit guten Wegen.
Die Erdarbeiten der Burg sind fast unverändert erhalten: Erdwälle und Trockengräben umreißen den inneren und den äußeren Burgbereich. 1998 wurde die Anlage als erste Burg der Präfektur Chiba zum nationalen historischen Stättenmal erklärt, 2017 unter der Nummer 121 in die Liste der „Continued 100 Fine Castles of Japan“ aufgenommen.
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