Asagaya Shinmei-gū, Shinto-Schrein in Asagaya-kita, Tokio, Japan
Der Asagaya Shinmei-gū ist ein Shinto-Schrein im Stadtteil Asagaya-kita in Tokio. Die Anlage besteht aus dem Hauptheiligtum, umgebenden Gebäuden und einem gepflegten Innenhof, wo Gläubige ihre Gebete sprechen und Opfer darbringen.
Der Überlieferung nach wurde der Schrein um 1190 gegründet, als der Grundbesitzer Yokoi Hyōbu einen heiligen Stein aus dem Ise Jingū mitbrachte und hier aufstellte; dieser als Stein stab beschriebene Stein ist bis heute das Go-shintai. Der Edo-zeitliche Führer Edo Meisho Zue nennt stattdessen ein von Dorfbewohnern am alten Standort, dem heutigen O-Ise no Mori, errichtetes Heiligtum als Ursprung. 1874 wurden Hie- und Kitano-Schrein als Tenso Jinja eingemeindet, 1990 nahm der Schrein den Namen Shinmei-gū wieder an.
Der Schrein, 1874 nach dem Zusammenschluss dreier Schreine in Tenso-jinja umbenannt, trägt seit 1990 wieder den Namen Shinmei-gu. Seit 2015 gibt er Spitzenarmband-Amulettes namens Kamu-musubi aus, seit 2019 bestickte Goshuin-Siegel namens Yamato-gasane, die ersten ihrer Art.
Der Schrein liegt in Asagaya-kita, wenige Gehminuten vom Bahnhof Asagaya an der JR-Chuo-Linie. Man betritt das Gelände durch das große steinerne Torii, dessen rechter Pfeiler teilweise von einem dunklen zylindrischen Pfahl davor verdeckt wird; unter der Öffnung stehen ein Holzzaun und ein Steinzeichen. Die Renovierung von 2009 brachte eine neue Gebetshalle und eine Nō-Bühne.
Der Schrein führt das Hachinan-yoke-Gebet durch, das nach eigener Angabe nirgends sonst in Japan angeboten wird; es soll Unheil durch Alter, Himmelsrichtung, Feuer, Wasser und menschliche Angelegenheiten abwenden. Seit 2015 gibt er „Shin-musubi“ aus, ein im Herbst 2014 entworfenes Amulett in Form eines Spitzenarmbands, später ergänzt um saisonale Sondermodelle.
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