Guryong, Informelle Siedlung im Gangnam-Bezirk, Seoul, Südkorea.
Guryong ist eine informelle Siedlung zwischen Luxushochhäusern im Gangnam-Bezirk von Seoul, die aus provisorischen Häusern aus Wellblech und recycelten Materialien besteht. Die Häuser sind an steile Hügel gebaut und bilden ein dichtes Netzwerk von engen Gassen und Wegen.
Die Siedlung entstand Ende der 1980er Jahre, als Migranten vom Land während der schnellen Industrialisierung nach Seoul kamen. Aus dieser Zeit der Landflucht und wirtschaftlichen Umbrüche bildete sich eine Gemeinschaft von etwa 1.000 Haushalten.
Die Bewohner pflegen enge Nachbarschaftsbande durch gemeinsame Mahlzeiten und gegenseitige Unterstützung im Alltag. Diese Zusammenhalt ist sichtbar in der Art, wie Menschen sich in den engen Gassen begegnen und füreinander einstehen.
Der Zugang erfordert Koordination mit lokalen Organisationen, da die schmalen Wege zwischen den Häusern nicht auf normalen Karten verzeichnet sind. Es ist ratsam, sich Zeit zu nehmen und mit offenen Augen durch die engen Gassen zu gehen, um die Struktur der Siedlung zu verstehen.
Trotz seiner Lage in Gangnam, einem der teuersten Stadtteile Seouls, ist dies die letzte große informelle Siedlung in der Hauptstadt. Diese Gegenwart neben extremem Wohlstand zeigt einen scharfen Kontrast, den wenige Besucher erwarten würden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.