Gorodez, Historische Siedlung am Fluss Wolga in Oblast Nischni Nowgorod, Russland
Gorodets ist eine Siedlung am rechten Ufer der Wolga in der Oblast Nischni Nowgorod im westlichen Russland. Die Stadt erstreckt sich entlang eines flachen Abschnitts des Flussufers und zeigt Holzhäuser mit niedrigen Dächern neben gemauerten Gebäuden aus späteren Jahrhunderten.
Die Siedlung entstand im Jahr 1152 als befestigter Posten im Fürstentum Wladimir-Susdal zur Kontrolle des Handels auf der Wolga. Die Stadt erlebte mehrere Zerstörungen während der mongolischen Einfälle im 13. Jahrhundert und wurde danach als Handwerkszentrum wieder aufgebaut.
Der Name Gorodets stammt vom russischen Wort für kleine Stadt oder Festung und verweist auf die ursprüngliche Rolle als Verteidigungsposten entlang der Wolga. Besucher sehen noch heute bemalte Holzhäuser mit farbigen Fensterläden und geschnitzten Verzierungen, die auf die handwerkliche Tradition der Region hinweisen.
Die Ortsmitte mit den Hauptstraßen und Museen lässt sich zu Fuß in etwa einer Stunde erkunden, wobei die meisten Sehenswürdigkeiten nahe dem Flussufer liegen. Regelmäßige Busverbindungen von Nischni Nowgorod aus ermöglichen Tagesausflüge mit Fahrten von rund zwei Stunden auf gut befahrbaren Straßen.
Das Museum für Lebkuchen zeigt Holzformen und Backrezepte aus dem 17. Jahrhundert, die noch heute von lokalen Bäckern verwendet werden. Ein kleines Handwerksmuseum bewahrt originale Werkzeuge der Flussschiffbauer, die einst die Handelsflotte der Wolga instand hielten.
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