Baikal Nature Reserve, Naturreservat am Baikalsee, Russland
Das Baikal-Naturreservat ist ein Schutzgebiet am Südostufer des Baikalsees in Russland, das Taigawälder, Hochlandwiesen und Tundraflächen umfasst. Die Landschaft steigt von flachen Uferzonen bis zu Bergrücken im Chamar-Daban-Gebirge an, wo sich Kiefern mit Laubbäumen abwechseln und offene Hochlagen erreicht werden.
Die Sowjetunion schuf diese Schutzzone 1969, um Landschaften rund um das Chamar-Daban-Gebirge und den Baikalsee vor industriellem Einfluss zu bewahren. Später erweiterte die russische Regierung die Außengrenzen und führte Programme ein, um Wald und Wildtier systematisch zu überwachen.
Der Name leitet sich von den dunkelgrünen Taigawäldern und Kiefernbeständen ab, die früher nahezu unberührt waren und heute als Sinnbild für den sibirischen Urwald gelten. Besucher folgen schmalen Pfaden durch Moosdecken und hören den Wind zwischen hohen Bäumen, während Ranger von der Bedeutung dieser Zonen für den Wasserkreislauf und die Tierwelt erzählen.
Drei markierte Routen führen durch Teilbereiche und erfordern vorab eine Genehmigung vom Verwaltungsbüro der Reserve. Besucher sollten wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen, da Temperatur und Bodenbeschaffenheit je nach Höhenlage stark wechseln.
Ranger berichten, dass einige Bären in höheren Lagen den ganzen Sommer über aktiv sind und dabei Beeren sammeln, die an steilen Hängen wachsen. In Gletschertälern bilden sich im Frühjahr oft Nebelbänke, die sich langsam durch die Täler ziehen und die Aussicht innerhalb weniger Minuten komplett verändern können.
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