Humber Forts, Seefestung im Humber-Ästuar, England.
Die Humber Forts sind zwei Betonbauten aus Bull Sand Fort und Haile Sand Fort, die nahe der Mündung des Humber in die Nordsee stehen. Beide Anlagen erheben sich auf flachen Fundamenten über dem Wasser und bestehen aus mehreren Stockwerken mit Geschützstellungen und Unterkunftsräumen.
Der Bau begann 1915 als Reaktion auf deutsche Angriffe entlang der britischen Küste während des Ersten Weltkriegs. Die Forts blieben während beider Weltkriege in Betrieb und wurden erst nach 1945 aufgegeben.
Der Name Bull Sand Fort stammt von einer Sandbank, auf der das Bauwerk errichtet wurde, während Haile Sand Fort nach einer benachbarten Untiefe benannt ist. Beide Anlagen tragen heute Spuren militärischer Nutzung und sind Zeugnisse der Küstenverteidigung, die einst den Zugang zu wichtigen Häfen bewachten.
Der Zugang zu Bull Sand Fort ist nur mit dem Boot oder dem Helikopter möglich, da es etwa fünf Kilometer vor Grimsby im offenen Wasser steht. Die Überfahrt erfolgt je nach Wetterlage und Gezeitenstand, daher lohnt es sich, vorab die Bedingungen zu prüfen.
Eine Stahlnetzsperre wurde zwischen den beiden Festungen gespannt, um feindliche U-Boote daran zu hindern, in den Fluss einzudringen. Die Reste dieser Barriere sind heute noch teilweise am Meeresboden zu erkennen.
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