Slateford Aqueduct, Schiffbares Aquädukt im Stadtteil Slateford, Edinburgh, Schottland
Der Slateford-Aquädukt ist ein Kanalaquädukt aus Mauerwerk und Gusseisen in Edinburgh, Schottland, der den Union Canal über den Water of Leith führt. Er besteht aus acht Steinbögen, die einen gusseisernen Trog tragen, durch den das Wasser und die Boote hoch über dem Fluss hindurchfahren.
Der Aquädukt wurde 1822 unter der Leitung des Ingenieurs Hugh Baird als Teil des Union Canal fertiggestellt, der Edinburgh mit dem schottischen Kanalnetz verbinden sollte. Mit der Einführung der Eisenbahn in den 1840er Jahren verlor der Kanal seinen Frachtverkehr, blieb aber als Bauwerk erhalten.
Der Aquädukt zeigt, wie Ingenieure im frühen 19. Jahrhundert Boote über ein Flusstal führten, indem sie einen Kanal hoch oben auf steinernen Bögen bauten. Heute nutzen Spaziergänger den Treidelpfad und überqueren dabei denselben Wasserweg, der einst Lastenkähne trug.
Der Aquädukt ist über den Treidelpfad des Union Canal zugänglich, der auf beiden Seiten an das Fußwegenetz der Stadt angebunden ist. Die Oberfläche des Pfades kann bei feuchtem Wetter rutschig sein, daher sind festes Schuhwerk und Aufmerksamkeit auf dem Weg über den Aquädukt empfehlenswert.
Der gusseiserne Trog des Aquädukts wurde so gebaut, dass er kein Wasser verliert, denn schon ein kleines Leck hätte den Betrieb des gesamten Kanals gefährdet. Diese Notwendigkeit machte den Aquädukt zu einem der frühesten Großbauten in Schottland, bei dem Gusseisen als tragendes wasserdichtes Element eingesetzt wurde.
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