Lewisohn Stadium, Freiluftstadion in Manhattan, USA
Lewisohn Stadium ist ein neoklassisches Stadion auf einem Hügel in Manhattan, das ursprünglich etwa 17.000 Zuschauer in einer amphitheaterähnlichen Anordnung aufnehmen konnte. Das Bauwerk kombiniert funktionales Design mit aufgehendem Terrain, wodurch natürliche Böschungen als Sitzbereiche dienten.
Das Stadion wurde 1915 von Architekt Arnold W. Brunner eröffnet und diente zunächst als Sportanlage der City College of New York. Später entwickelte es sich zum Veranstaltungsort für klassische Musik und prägte die Kulturszene der Stadt bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Das Stadion war ein Ort, an dem die New Yorker Philharmoniker von 1922 bis 1964 regelmäßig Sommerkonzerte aufführte und klassische Musik einem breiten Publikum zugänglich machte. Diese Konzerte prägten das kulturelle Leben der Stadt und ermöglichten vielen Menschen erstmals den Zugang zu klassischen Werken.
Der natürliche Hang des Geländes sorgte während der Sommerveranstaltungen für Luftzirkulation und angenehme Temperaturen. Die gute Anbindung durch die U-Bahn machte den Besuch für New Yorker relativ einfach.
Die Sängerin Marian Anderson trat 1925 hier mit der New York Philharmonic auf und begann damit eine Karriere, die sie später zur ersten afroamerikanischen Hauptrolle der Metropolitan Opera machte. Dieser Auftritt markierte einen wichtigen Moment in der Geschichte der klassischen Musik in Amerika.
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