Molten-Salt Reactor Experiment, Nuklearforschungsanlage am Oak Ridge National Laboratory, Tennessee, USA
Der Molten-Salt Reactor Experiment war eine Forschungsanlage im Oak Ridge National Laboratory, die flüssige Fluoridsalze als Brennstoff und Kühlmittel nutzte. Das System arbeitete bei Temperaturen von etwa 650 Grad Celsius und war mit speziellen Kontrollräumen und Überwachungsgeräten ausgestattet, um die Sicherheit der einzigartigen Flüssigsalztechnik zu gewährleisten.
Die Anlage begann 1965 ihren Betrieb und erreichte 1968 einen Meilenstein, als sie erstmals mit Uran-233 Brennstoff arbeitete. Die Forschung endete 1969 und zeigte damit, dass alternative Reaktorkonzepte mit flüssigen Salzen funktionsfähig waren.
Die Ingenieure und Wissenschaftler des Oak Ridge National Laboratory entwickelten Methoden zur Handhabung von Flüssigbrennstoffreaktoren.
Der Standort befindet sich innerhalb des Laboratoriumsgeländes und erfordert eine Voranmeldung oder spezielle Genehmigung für den Zutritt. Heute kann die Stätte nur im Rahmen von geführten Touren oder historischen Besuchsprogrammen besichtigt werden, die vom Labor angeboten werden.
Das System bewies, dass Hastelloy-N-Behälter Kernspaltungsreaktionen in Fluoridsalzen über längere Zeit hinweg aufrechterhalten konnten. Diese Erkenntnis war bahnbrechend für das Verständnis, welche Materialien und Chemikalien in fortgeschrittenen Reaktordesigns verwendbar sind.
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