Daisen Kofun, Alte Kaisergrabstätte in Sakai-ku, Japan.
Daisen Kofun ist ein kaiserlisches Mausoleum in Sakai-ku, Japan, das zu einer UNESCO-Welterbestätte gehört und eine archäologische Fundstätte mit charakteristischer Schlüssellochform darstellt. Die Anlage zieht sich über 525 Meter Länge und erreicht 39,8 Meter Höhe, umgeben von drei konzentrischen Wassergräben, die das gesamte Bauwerk einrahmen.
Der Hügel wurde in der ersten Hälfte bis Mitte des 5. Jahrhunderts errichtet und von der Kaiserlichen Haushaltsbehörde als Mausoleum Kaiser Nintokus identifiziert, obwohl der tatsächliche Bestattete unbekannt ist. Kojiki und Nihon Shoki verzeichnen Nintokus Bestattung in Mozu no Mimihara, und das Engishiki nennt die Stätte Mozu no Mimihara no Naka no Misasagi. 2019 wurde sie als Teil der Mozu-Furuichi-Kofungruppe in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Die Anwohner nennen den Hügel „Nintoku-san“; bereits der Sakai Kagami von 1684 verzeichnet ihn als Grab des Nintoku und berichtet, Toyotomi Hideyoshi dort gejagt habe. Der Baumbestand geht auf eine dreijährige Pflanzung ab Meiji 20 zurück: Bambus wurde entfernt und über 190.000 Setzlinge von Kiefer, Zeder und Eiche gesetzt; die Arbeit diente später als Vorbild für den Wald des Meiji-Schreins.
Besucher können die Außenbereiche des Grabhügels von gekennzeichneten Wegen aus betrachten, da die Kaiserliche Hofverwaltung die inneren Bereiche streng schützt. Ein Rundgang um die äußere Gräfte bietet verschiedene Blickwinkel auf die gewaltige Anlage und dauert etwa eine Stunde zu Fuß.
Der dichte Wald des Hügels wurde in den 1880er Jahren gepflanzt: Nach drei Jahren Bambusrodung setzte man über 190.000 junge Kiefern, Zedern und Eichen, eine Arbeit, die später als Vorbild für den Wald des Meiji-Schreins diente. Die kaiserliche Hofbehörde hat die Grabkammer im hinteren Rund nie geöffnet, ihre Beigaben sind unbekannt.
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