The Peacock Room, Periodenzimmer in der Freer Gallery of Art, Washington, D.C., Vereinigte Staaten
The Peacock Room ist ein historischer Raum in der Freer Gallery of Art in Washington D.C., ausgestattet mit bemalten Wänden, Regalen und Möbeln im anglo-japanischen Stil. Die dunkelblau-grünen Wandflächen sind mit goldenen Pfauenmotiven bemalt, während in die Wände eingebaute Holzregale chinesisches Porzellan präsentieren, das ursprünglich zum Interieur gehörte.
James McNeill Whistler gestaltete diesen Speisesaal 1876 bis 1877 im Londoner Stadthaus von Frederick Leyland um und übermalte dabei die ursprüngliche Arbeit von Thomas Jeckyll. Charles Lang Freer erwarb den Raum 1904 und ließ ihn in sein Haus in Detroit versetzen, bevor er 1923 zusammen mit Freers Kunstsammlung nach Washington kam.
Der Raum wird nach seinen beiden goldenen Pfauen benannt, die auf den Schiebeläden und an den Wänden zu sehen sind und ihre Schwanzfedern wie Fächer ausbreiten. Die Wandmalereien zeigen Pfauen in Posen, die Dominanz und Territorialverhalten ausdrücken, während chinesisches Porzellan auf den Regalen das Interesse der damaligen Zeit für ostasiatische Kunst widerspiegelt.
Dieser Raum liegt im Erdgeschoss der Freer Gallery und ist während der regulären Öffnungszeiten des Museums zugänglich, wobei der Eintritt kostenfrei ist. Besucher können den Raum durch Glasscheiben betrachten, die das historische Interieur schützen, während Sitzgelegenheiten gegenüber längeres Verweilen ermöglichen.
Whistler berechnete Leyland ursprünglich etwa 2000 Pfund für Restaurierungsarbeiten, malte dann aber ohne Erlaubnis das gesamte Zimmer neu und stellte das Doppelte in Rechnung. Die Konfrontation zwischen den beiden führte dazu, dass Whistler die beiden kämpfenden Pfauen malte, deren Federn mit Silbermünzen verziert sind und seine Sicht auf Leyland als geldgierig darstellen.
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