Osada Baba, Naturschutzgebiet in Prag, Tschechische Republik
Die Osada Baba ist eine 1932 erbaute funktionalistische Villenkolonie am Südosthang des Baba-Hügels in Dejvice, Prag. Sie umfasst 33 individuell entworfene Häuser von Architekten wie Pavel Janák und Ladislav Sutnar, die in einem schachbrettartigen Muster entlang von Straßen angeordnet sind, die den Höhenlinien folgen. Die meisten Häuser haben Flachdächer und nach Süden auf Prag ausgerichtete Terrassen.
Die Villenkolonie Baba entstand ab 1932 als eine von sechs europäischen Werkbund-Mustersiedlungen. Der Tschechoslowakische Werkbund kaufte das drei Hektar große Grundstück zwischen Fišerka und der Baba-Ruine, und Pavel Janáks Schachbrettplan wurde 1931 genehmigt. Der Bau begann am 25. April 1932; die ersten 20 Häuser waren im Herbst fertig, die letzten Villen folgten 1935/36.
Die Siedlung trägt den Namen des Hügels Baba und der nahen Ruine. Die Häuser wurden von den Bauherren selbst finanziert, überwiegend Künstler und Architekten des Tschechoslowakischen Werkbunds, darunter der Maler Cyril Bouda, der Architekt Pavel Janák und der Grafiker Ladislav Sutnar, die hier jeweils ein eigenes Haus errichten ließen.
Der Zugang zur Reserve ist ganzjährig kostenfrei möglich, wobei Wege durch felsiges Gelände führen und festes Schuhwerk erforderlich ist. Besucher sollten auf die unebene Oberfläche vorbereitet sein und genug Zeit für die Erkundung der verschiedenen Pfade einplanen.
Die Siedlung Baba ist die einzige der sechs Werkbund-Mustersiedlungen, die ausschließlich aus individuell für den Bauherrn entworfenen Einfamilienhäusern besteht. Finanziert wurde der Bau direkt von den künftigen Eigentümern, weshalb kein Grundriss dem anderen gleicht und keiner der prämierten Wettbewerbsentwürfe zur Ausführung kam.
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