Beneš villa, Präsidentenvilla in Sezimovo Ústí, Tschechische Republik
Die Beneš-Villa ist ein Sommerhaus, das 1930–1931 in Sezimovo Ústí am Zusammenfluss von Lužnice und Kozský potok für Edvard Beneš und seine Frau Hana erbaut wurde. Der Architekt Petr Kropáček gab ihr niedrige Dächer, große Fenster und glatte Wände nach Art südfranzösischer Häuser; später kamen eine bogenförmige Loggia, ein Flügel mit Sala terrena und ein Patio mit Pavillon hinzu.
Edvard Beneš und seine Frau Hana ließen die Villa 1930–1931 nach Plänen des Architekten Petr Kropáček errichten. Im April 1939 besetzten und plünderten deutsche Truppen das Haus, nutzten es als Wehrmacht-Hauptquartier und Einrichtung für verwundete Soldaten. Nach 1948 kehrte Beneš zurück, trat dort im Juni zurück und starb am 3. September 1948 im Haus.
Die Villa trägt den Namen ihrer Erbauer Edvard und Hana Beneš, die sie ab 1931 als Sommerhaus nutzten. Der Garten stammt von Otokar Fierlinger, dem Bruder des Politikers Zdeněk Fierlinger; der Alpengarten am Hang zur Lužnice war Hanas Stolz. Beneš selbst pflegte die Bäume zusammen mit dem Gärtner.
Der Besuch erfolgt durch geplante Führungen, die es Gästen ermöglichen, die Innenräume und Außenanlagen zu erkunden. Es ist ratsam, sich vorher über verfügbare Führungstermine zu informieren und das Wetter zu berücksichtigen, da die Gärten und Wege im Freien liegen.
Das Gebäude bewahrt einen großen Teil der ursprünglichen Einrichtung und persönlichen Gegenstände, die direkten Einblick in das Alltagsleben eines hochrangigen Politikers geben. Diese Originalstücke ermöglichen es Besuchern, die persönliche Seite der Tschechoslowakischen Geschichte unmittelbar zu erleben.
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