Strašnice Crematorium, Krematorium in Prag 10, Tschechische Republik.
Das Strašnice-Krematorium ist eine Anlage in Prag 10 mit konstruktivistischer Architektur, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Das Hauptgebäude verfügt über eine große Trauerhalle mit Platz für mehrere hundert Besucher und einen separaten Bereich für Orgelaufführungen.
Die Anlage wurde 1932 eröffnet und entwickelte sich zu einem wichtigen Ort im Leben der Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude für Massen-Einäscherungen genutzt, was seine Rolle als Zeugnis dieser Zeit besonders macht.
Der Ort ist ein Zeugnis der modernen Bestattungskultur und zeigt, wie die Gesellschaft neue Wege für Abschiedsfeiern entwickelt hat. Heute finden hier noch immer Gedenkveranstaltungen und Orgelkonzerte statt, die dem Ort eine kulturelle Bedeutung über seinen ursprünglichen Zweck hinaus geben.
Das Gelände ist mit einer speziellen Rampe ausgestattet, die den Zugang für Leichenwagen ermöglicht und das Betreten für Besucher erleichtert. Die Anlage wurde 1988 zum Kulturdenkmal erklärt und bietet regelmäßig geführte Besichtigungen für interessierte Besucher an.
Der Ort ist eng mit dem Leben einer der wichtigsten Figuren der tschechischen Geschichte verbunden, deren sterbliche Überreste hier eingeäschert wurden. Diese Verbindung macht das Krematorium zu einem Ort von besonderer historischer Bedeutung für das Verständnis der modernen tschechischen Identität.
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