Museum of Applied Arts, Museum für angewandte Kunst in Brno-město, Tschechische Republik.
Das Museum für Angewandte Kunst nutzt ein neorenaissancezeitliches Gebäude in der Husova třída, das nach Plänen des Museumsdirektors Johann G. Schön entstand und 1883 eröffnet wurde. Fünf Jahre später verdoppelte der Architekt August Prokop den Baukörper und schuf große Ausstellungssäle, eine Bibliothek und einen Zeichensaal. Seit 1961 gehört es zur Mährischen Galerie in Brno.
Das Museum wurde am 10. November 1873 als Mährisches Industriamuseum gegründet, eine Stiftung mährischer Industrieller und der Brünner Handels- und Gewerbekammer. Die erste Ausstellung stützte sich auf Objekte der Wiener Weltausstellung von 1873. Der eigens errichtete neorenaissanceistische Bau am Ring, entworfen vom Direktor Johann G. Schön, wurde 1883 eröffnet; August Prokops Umbau verdoppelte sein Volumen.
1907 nahm das Museum den Namen Erzherzog-Reiner-Museum für Kunst und Gewerbe an, was eine Hinwendung zur künstlerischen Seite der Produktion und den Ausschluss der technischen Sammlungen bedeutete. Ab 1924 wirkte die Tschechische Schule für Kunsthandwerk (ŠUŘ) im Gebäude, deren Ateliers zunächst im Museum selbst lagen.
Das Museum nutzt ein neorenaissance-Bauwerk in der Husova třída am ehemaligen Brünner Ringstraßenring, eröffnet 1883 und nach August Prokops Umbau auf doppelte Größe erweitert. Bibliothek mit Lesesaal und Zeichenschule gehörten zum ursprünglichen Konzept. Seit 1961 ist es Teil der Moravská galerie v Brně.
Das Museum zählt zu den zehn ältesten Kunstgewerbemuseen der Welt. 1913 wurde es zentrales Verbandsmuseum der österreichisch-ungarischen Monarchie; sein Direktor Julius Leisching leitete es ab 1893 drei Jahrzehnte lang.
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