Koldům, Wohngebäude in Horní Litvínov, Tschechische Republik
Koldům ist ein großes Wohngebäude in Horní Litvínov, errichtet 1948–1950 und fertiggestellt 1958 nach Plänen von Václav Hilský und Evžen Linhart. Zwei abgewinkelte dreizehngeschossige Flügel mit Wohnungen rahmen einen siebengeschossigen Mittelteil, der einst Krippe, Kindergarten, Wäscherei, Speisesaal und Läden beherbergte. Die hellen Fassaden tragen Reihen gleicher Fenster und Bänder aus dunkelroten und weißen Platten, angebracht sind „HOTEL“ und „KOLDŮM“ in dunklen Buchstaben.
Der Entwurf von Václav Hilský und Evžen Linhart ging 1947 aus einem Architekturwettbewerb hervor, doch gebaut wurde 1948 bis 1950, fertiggestellt erst 1958. Das Haus war für 1.400 Arbeiter des Chemiekombinats in Záluží u Mostu bestimmt; sieben solcher Häuser waren geplant, nur eines wurde verwirklicht. Das Projekt erhielt eine Goldmedaille auf der Triennale in Mailand.
Der Name Koldům ist die Kurzform von Kolektivní dům, Kollektivhaus, und an der Fassade stehen die Buchstaben "HOTEL" und "KOLDŮM". Der Mittelteil beherbergt heute ein Restaurant, das frühere Hotel ist geschlossen, manche Räume warten auf neue Nutzung. Das Haus ist ein Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.
Das Gebäude steht im Nordosten von Litvínov an der Straße nach Lom und Loučná. Der Mittelteil beherbergt heute ein Restaurant, das Hotel wurde geschlossen; das Schwimmbad hinter dem Haus wird weiterhin genutzt. Einige frühere Gemeinschaftsräume stehen leer und warten auf eine neue Nutzung.
Das Projekt erhielt eine Goldmedaille auf der Triennale für angewandte Kunst in Mailand. Für das Chemiewerk in Záluží waren sieben solche Kollektivhäuser geplant; gebaut wurde nur dieses, und das Budget wurde um 150 % überschritten.
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