Church of the Assumption of the Virgin Mary in Poděbrady, Frühbarocke Kirche in Poděbrady, Tschechische Republik
Die Kirche Mariä Himmelfahrt, auch Bergarbeiterkirche genannt, ist ein einschiffiger frühbarocker Bau von 1665–1666 im Viertel Zámostí. Die Fassade besitzt ein neugotisches Portal mit einem Relief der Himmelfahrt von Bohuslav Schnirch (1898), und die Fenster tragen Glasmalereien von Adolf Liebscher.
1516 ließ der Prager Bürger Ondřej Prachovec am Hinrichtungsort eine Holzkirche errichten; schwedische Truppen zerstörten sie 1634. Die heutige einschiffige Kirche im frühbarocken Stil entstand 1665–1666. Joseph II. hob sie 1784 auf und ließ die Ausstattung versteigern; später wurde sie als Friedhofskapelle wiederhergestellt und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts neugotisch umgestaltet.
Die Kirche heißt auch Havířský kostel, Bergmannskirche, nach den zehn Anführern des Aufstands der Bergleute von Kutná Hora, die hier im August 1496 enthauptet wurden; an ihrer Südostecke erinnert ein kleiner Stein an sie. 1964 entweiht und im Besitz der Stadt, dient sie heute vor allem Trauungen.
Die Kirche ist entwidmet und öffnet nur bei gelegentlichen Veranstaltungen; sie dient Trauungszeremonien. Daneben steht der Glockenturm mit gemauertem Erdgeschoss und Schindeldach, und nahe liegt der Komenský-Brunnen, den Jan Amos Komenský 1624 erwähnte. Die lange Inundationsbrücke aus dem frühen 19. Jahrhundert führt die Straße erster Klasse nach Prag an der Kirche vorbei.
Die Kirche steht an der Stelle, wo im August 1496 zehn der 13 Anführer des Aufstands der Kuttenberger Bergleute enthauptet wurden; der Stadtscharfrichter weigerte sich, das Urteil zu vollstrecken, sodass der Burgscharfrichter es tat. Am Südostrand der Kirche erinnert ein kleiner Stein an die dort bestatteten Bergleute.
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