Church of the Finding of the Holy Cross, Gotisches Kirchengebäude in Česká Lípa, Tschechische Republik.
Die Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes ist ein gotisches Gebäude in Česká Lípa mit charakteristischen hohen Steinwänden und spitzbögen. Das Dach verfügt über ein Gewölbesystem, das typisch für die Gotik ist und den Innenraum strukturiert.
Die Kirche ist erstmals 1389 schriftlich belegt, als Hynek Berka von Dubá dem Bürgermeister Hynk von Weitmile eine Stiftung für ihren Hauptaltar verkaufte. Ein Stadtbrand beschädigte sie 1426, geweiht wurde sie erst 1490; Albrecht von Wallenstein führte sie 1622 wieder dem katholischen Gottesdienst zu. Josef Mocker baute sie 1896–1897 im neugotischen Stil um, und am 19. September 1897 weihte Bischof Emanuel Schöbl sie erneut.
Die Kirche war lange unter dem deutschen Namen Kreuzkirche bekannt, und bis 1939 hieß ihre Straße Kreuzgasse, heute Moskevská. Im Inneren hängen die Wappen der Berka von Dubá und der Herren von Kunštát, zweier mit ihrer Geschichte verbundener Familien; das Chorgestühl stammt aus der St.-Nikolaus-Kirche in der Prager Altstadt.
Besucher können das Gebäude von außen jederzeit betrachten und die gotischen Details erkunden. Der Innenraum ist normalerweise für religiöse Veranstaltungen zugänglich, weshalb man die Öffnungszeiten vorher überprüfen sollte.
Von 2002 bis 2019 wurde die Kirche der orthodoxen Gemeinde leihweise überlassen, mit Gottesdiensten meist alle zwei Wochen; die orthodoxe Gemeinde Česká Lípa wurde im Januar 2019 aufgelöst. Das Schematismus-Verzeichnis der Prager orthodoxen Eparchie von 2021 führt die Kirche nicht mehr als orthodoxen Gottesdienstort.
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