Church of the Transfiguration, Gotische Kirche in Tábor, Tschechische Republik
Die Kirche der Verklärung ist eine spätgotische Hallenkirche mit drei Schiffen am Žižka-Platz in Tábor, 46 m lang und 26 m breit. Drei Arkadenpaare auf 18 m hohen achteckigen Pfeilern teilen den Innenraum, das Hauptschiff trägt ein Netzgewölbe von Meister Staněk aus Prags Kleinseite (1512), der Presbyterium ein Sterngewölbe. Über den Schiffen erhebt sich ein 77,8 m hoher Turm mit barocker dreistufiger Kuppel.
Der Bau begann 1440, gleichzeitig mit dem Rathaus, für die utraquistische Gemeinde. Das Schiff wurde 1512 von Meister Staněk aus Prags Kleinseite in wenigen Monaten eingewölbt. Brände 1532 und 1602, Schäden bei der Belagerung 1621 und der Übergang an die katholische Verwaltung 1622 prägten die Reparaturen; Josef Mocker regotisierte die Kirche 1896–1898.
Die Kirche wurde für die utraquistische (hussitische) Gemeinde errichtet; ihre Schlusssteine und Wandmalereien tragen Zunftwappen sowie das persönliche Emblem König Vladislavs II. Jagellons. Der böhmische Löwe im gemalten königlichen Wappen hält einen Kelch mit der Eucharistie, ein utraquistisches Symbol. 1622 ging die Pfarrei während der Gegenreformation an die Katholiken über.
Der 77,8 m hohe Turm, der höchste in Südböhmen, ist über rund 250 Stufen erreichbar. Die Kirche liegt am Žižkovo náměstí, ihre Südseite mit vier gotischen Fenstern des Presbyteriums ist dem Platz zugewandt. Vor der Kirche steht eine barocke Pietà-Gruppe mit Statuen des heiligen Donatus und des heiligen Florian, die 1850 hierher versetzt wurde.
Der 77,8 Meter hohe Turm, der höchste in Südböhmen, hat an jeder Wand drei rechteckige Fenster; dahinter lag früher die Wohnung des Türmers. Etwa 250 Stufen führen hinauf. Das Uhrwerk wurde ins Rathaus verlegt, als der Turm am Ende des Dreißigjährigen Krieges einzustürzen drohte.
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