Church of the Beheading of Saint John the Baptist, Romanische Kirche in Dolní Chabry, Tschechien
Die Kirche der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers ist ein romanischer Bau aus sorgfältig behauenen Quadersteinen aus dem dritten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einer kleinen Anhöhe am Bílenecké náměstí in Dolní Chabry. Das rechteckige Schiff misst etwa 8 auf 13 Meter, ist von Ost nach West ausgerichtet und endet in einer halbrunden Apsis; an der Nordseite neben der Apsis schließt eine kleine quadratische Sakristei von etwa 5 auf 5 Metern an. Aus der Mitte des Satteldachs ragt ein schlanker Dachreiter, die Apsis ist separat gedeckt, und der Haupteingang ist ein kleines Portal an der Südseite.
Grabungen 1973–1974 legten vier aufeinanderfolgende Sakralbauten an diesem Ort frei. Der älteste, vielleicht eine hölzerne Grabkapelle mit Mauern aus Opuka-Stein, stammt vom Anfang des 11. Jahrhunderts; es folgten ein Längskirchlein mit halbrunder Apsis in Opus spicatum und eine Rotunde von 12,60 m Durchmesser aus der Zeit vor der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die heutige Kirche wurde im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts in Quadermauerwerk errichtet. Im Hussitenkrieg beschädigt, wurde sie spätgotisch repariert und das Dach erhöht; im Dachboden verbirgt sich ein Steinmetzzeichen mit der Jahreszahl A.D. 1439.
Die Kirche ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Wenzel in Prosek, seit die Pfarrei Dolní Chabry im Dreißigjährigen Krieg unterging. Über dem Eingang hängt ein Renaissancegemälde einer Schüssel mit dem abgeschlagenen Haupt Johannes des Täufers, des Kirchenpatrons. Neben der Kirche steht ein hölzerner Glockenturm, dessen älteste Glocke Joseph Schöenfeldt 1695 goss.
Die Kirche steht auf einer kleinen Anhöhe am Bílenecké náměstí in Dolní Chabry; der Haupteingang ist ein kleines Portal an der Südseite. Daneben steht ein hölzerner Glockenturm mit originalen Glocken. Das Bauwerk wartet auf eine aufwendige Restaurierung, und die freigelegten Fundamente der älteren Kirchen wurden 2014 wieder verfüllt, sodass nur eine romanische Säulenbasis sichtbar bleibt.
Grabungen 1973–1974 legten unter der Kirche die Fundamente dreier älterer Heiligtümer frei, darunter eine Rotunde von 12,60 m Durchmesser, die zweitgrößte bekannte romanische Rotunde Böhmens nach der des heiligen Veit auf der Prager Burg. Ihr Boden war mit Reliefplatten in etwa 20 Typen ausgelegt; eine zeigt den Propheten Daniel in der Löwengrube.
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