Zámek Loučeň, Barockschloss in Loučeň, Tschechien
Zámek Loučeň ist ein Barockschloss aus weißwandigen, zweigeschossigen Flügeln, die im Winkel an einen höheren Bauteil mit einem von einer dunklen Zwiebelkuppel bekrönten Turm anschließen. Das steile orangefarbene Walmdach trägt kleine Dachgauben und schlanke Schornsteine, und am gepflasterten Hof verläuft an der Basis eine niedrige weiße Balustrade.
Eine bereits 1223 urkundlich erwähnte mittelalterliche Feste stand hier, bevor Karel Arnošt von Valdštejn sie zwischen 1704 und 1713 zu einem Barockschloss umbauen ließ. Von 1809 bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte es den Thurn und Taxis; ab 1949 unterstand es dem Verteidigungsministerium und diente im Kalten Krieg als Kaserne.
Die Führungen leiten kostümierte Führer als Kammerdiener, Kastellan oder Fürstin, und die Ausstellung behandelt die Familien Waldstein, Fürstenberg und Thurn und Taxis, im Mittelpunkt Alexander von Thurn und Taxis, gestorben 1939. Marie von Thurn und Taxis führte hier einen Salon, in dem Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal verkehrten.
Das Schloss steht in Loučeň, Bezirk Nymburk, etwa 50 km östlich von Prag. Die Innenräume wurden am 7. Juli 2007 nach der Rekonstruktion von 2000 bis 2007 wieder für das Publikum geöffnet. Im englischen Park liegt das Labyrintarium mit 11 Labyrinthen und Irrgärten sowie Teichen, Brunnen, einem Seilzentrum und einem Amphitheater.
Das Labyrintarium im Park umfasst elf Labyrinthe und Irrgärten, nicht zwölf, verteilt zwischen Teichen, Brunnen und einem Seilparcours. Es entstand während der Rekonstruktion des Schlosses und seines englischen Landschaftsparks in den Jahren 2000 bis 2007.
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