Railway viaduct between Červené Pečky and Ratboř, Eisenbahnviadukt zwischen Červené Pečky und Ratboř, Tschechische Republik.
Das Eisenbahnviadukt zwischen Červené Pečky und Ratboř ist eine 109 Meter lange Steinbrücke mit sieben halbkreisförmigen Bögen von 12 Metern Spannweite, die sich 31 Meter über das Tal der Polepka erhebt. Die Bögen bestehen aus bossierten Quadern aus Kuttenberger Sandstein und Granitblöcken aus Steinbrüchen bei Lipnice nad Sázavou; die Brücke verläuft in einem S-förmigen Grundriss. Eine Gedenktafel an der Südwestseite trägt die Jahreszahl 1900.
Das Viadukt wurde 1900 fertiggestellt und war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des tschechischen Eisenbahnnetzes. Die Konstruktion aus Sandstein und Granit war zu dieser Zeit eine technische Leistung, die die Region erschloss.
Die Brücke ist ein geschütztes Kulturdenkmal der Tschechischen Republik und zeigt die Ingenieurskunst aus einer Zeit, als Eisenbahnverbindungen das Land veränderten. Sie steht als Zeugnis dafür, wie die Region Verkehr und Handel ermöglichte.
Das Viadukt ist leicht vom Gelände aus sichtbar und kann von lokalen Wegen in der Nähe von Bohouňovice I beobachtet werden. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich um eine aktiv genutzte Bahnstrecke handelt, daher sollte man den Zug respektieren und nicht in den Betriebsbereich treten.
Der Grundriss der Brücke verläuft in einer S-Kurve, sodass die sieben Bögen nie in einer einzigen Ansicht fluchten. Das Kiesbett wurde über Öffnungen an den Scheiteln der Gewölbe entwässert, und die Gewölbe wurden mit Zementmörtel und asphaltgetränktem Filz isoliert, damals fortschrittliche Verfahren. Das ursprüngliche Eisengeländer ist erhalten.
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