Maria column in Hradec Králové, Religiöse Säule in Hradec Králové, Tschechische Republik
Die Mariensäule ist ein 19 Meter hohes Barockdenkmal aus hellem grauem Sandstein vom Steinbruch Boháňka bei Hořice auf dem Großen Platz von Hradec Králové. Auf der Säule steht die Gottesmutter auf einer Weltkugel, das Haupt von vergoldeten sechszackigen Sternen umgeben, zu ihren Füßen kleine Engel. Vier Heilige umgeben den viereckigen Sockel, vier weitere stehen auf eigenen Postamenten innerhalb einer Balustrade; der Sockel trägt lateinische Chronogramme und Reliefs, darunter die erste Darstellung des neuen Stadtwappens.
Die Säule wurde 1714–1717 errichtet, nachdem die Stadt am 6. November 1713 bei einer Prozession nach Chrudim gelobt hatte, eine Marienstatue zu errichten, falls sie von der in Böhmen wütenden Pest verschont bliebe. Der Pranger in der Mitte des Großen Platzes wurde dafür entfernt. Am 24. August 1718 weihte Bischof Jan Adam Vratislav von Mitrovice sie, mit einem Beitrag von Königin Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg.
Die Säule trägt den Namen der Jungfrau Maria und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild mit ihrer religiösen Bedeutung. Sie ist ein Ort, an dem Gläubige ihre Verbundenheit mit diesem Glaubensbekenntnis ausdrücken.
Die Säule befindet sich an einem zentralen Ort im Stadtzentrum und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Die Umgebung ist gut erschlossen und bietet Zugang zu anderen historischen Stätten in der Nähe.
Die Säule verbindet zwei unterschiedliche Bedeutungen: Sie ist sowohl ein Denkmal für die Opfer der Pest als auch eine Verehrung der Jungfrau Maria. Diese Doppelfunktion macht sie zu einem seltenen Beispiel für religiöse Hoffnung inmitten von Krankheit und Leid.
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