Červená railway bridge, Eisenbahnbrücke in Oslov und Červená, Tschechische Republik
Die Červená-Eisenbahnbrücke ist eine Stahlkonstruktion, die sich 253 Meter über die Vltava erstreckt und 68 Meter hoch aufsteigt. Sie hat drei Hauptspannen und Ausdehnungsvorrichtungen an jedem Ende, um Wärmeveränderungen auszugleichen.
Die Brücke entstand 1886–1889 für die Bahnstrecke Tábor–Ražice der Böhmisch-Mährischen Transversale und wurde am 20. November 1889 eröffnet. Mit 68 m war sie damals die zweithöchste Brücke Österreichs, nach der Trisana-Brücke in den Alpen. 1988 wurde sie zum Kulturdenkmal erklärt, 2016 verlor sie diesen Status und erhielt ihn am 27. Oktober 2021 unter der Nummer ÚSKP 106761 zurück.
Die Brücke trägt den Namen von Červená nad Vltavou, dem Dorf, das beim Füllen der Orlík-Talsperre überflutet und später abgerissen wurde. Seit dem 14. August 2024 fährt kein Zug mehr über sie; der Verein Viadukt will den Überbau zu einem Kulturraum und Radweg umbauen.
Der Zugverkehr auf der alten Brücke endete am 14. August 2024, als 9 m nördlich die parallel verlaufende Schwarzenberg-Brücke in Betrieb ging; der stählerne Überbau trägt also keine Züge mehr. Geplant ist die Übergabe an den Verein Viadukt, der ihn in einen Kulturraum und einen Radweg umbauen will. Bis dieser Umbau erfolgt, ist der Zugang zum Bauwerk nicht hergerichtet.
Die Brücke wurde von Pražská mostárna für 510.000 Goldmünzen gefertigt und mit 329.000 Nieten zusammengehalten. Vor dem Aufstauen der Talsperre Orlík wurden ihre beiden steinernen Pfeiler verstärkt. 2021 wurde sie erneut zum Kulturdenkmal erklärt, woraufhin die Eisenbahnverwaltung ihren Abriss aufgeben musste.
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