Bohemia–Moravia–Lower Austria tripoint, Dreiländereck Böhmen, Mähren und Niederösterreich bei Maříž, Tschechische Republik
Das Dreiländereck Böhmen–Mähren–Niederösterreich liegt an der tschechisch-österreichischen Staatsgrenze, etwa zwei Kilometer westlich von Maříž, nahe dem 700 m hohen Hügel Čihadlo. Der Ort markiert das Zusammentreffen der historischen Länder Böhmen, Mähren und Niederösterreich; über ihn verlaufen der Radweg Nr. 1003 und eine winterliche Langlaufloipe.
Die Lage des Dreiländerecks geht auf mittelalterliche Grenzverschiebungen zurück. 1179 begünstigte die Urkunde Friedrich Barbarossas die österreichische Seite; nach 1222 ließ Přemysl Otakar I. die Burg Landštejn errichten, um das südwestliche Mähren zu sichern. Die Heirat Přemysl Otakars II. mit Margarete von Babenberg 1252 brachte Landštejnsko an Böhmen, wodurch das Dreiländereck südwärts nahe Čihadlo (700 m) rückte, wo es seither liegt.
Der Dreiländerpunkt liegt rund zwei Kilometer westlich von Maříž, einem kleinen Grenzdorf, das heute zu Slavonice gehört, nahe dem 700 m hohen Hügel Čihadlo. Die historische Grenze zwischen Böhmen und Mähren endet oder beginnt hier, je nach Richtung, und durch die Stelle führen der Radweg Nr. 1003 und eine winterliche Langlaufloipe.
Das Denkmal ist über die Via Czechia - Bohemian-Moravian Trail erreichbar, die mehrere Wanderwege in den umliegenden Naturgebieten verbindet. Die Anfahrt ist am besten zu Fuß oder mit dem Auto möglich, da die Gegend eher ländlich ist und regelmäßige Busverbindungen nicht immer zur Verfügung stehen.
Der Dreiländerpunkt liegt nahe dem 700 m hohen Gipfel Čihadlo, etwa zwei Kilometer westlich von Maříž. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts verlief die Dreiländergrenze weiter nördlich am Vysoký kámen bei Kunžak; erst nachdem Landštejn und Nové Bystřice um 1252 an Böhmen fielen, verschob sie sich nach Süden.
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