Erbil Observatory, Astronomische Sternwarte am Berg Korek, Rawanduz, Irak.
Das Erbil-Observatorium steht auf dem Berg Korek auf etwa 2.127 m Höhe, 1.500 m über der Umgebung. Auf dem gedrungenen grauen Betonzylinder sitzt eine Kuppel mit bräunlich-kupferfarbenem Oberteil und hellerer Metallkappe, einem senkrechten Spalt an einer Seite und einem dünnen Metallring zwischen Sockel und Kuppel. Daneben erhebt sich ein Gittermast mit runden Parabolantennen. Geplant waren drei Teleskope: ein optisches mit 5,3 m, eines mit 1,25 m und ein Millimeterwellen-Radioteleskop.
1973 ordnete Präsident Ahmed Hassan al-Bakr den Bau eines Observatoriums mit drei Teleskopen auf dem Berg Korek an, den Astronomen wegen seiner 252 klaren Nächte im Jahr und seiner Höhe von etwa 2.127 m wählten. Über 170 Millionen Dollar wurden bereitgestellt, und Anfang der 1980er Jahre arbeiteten rund 400 Menschen aus etwa zehn Ländern für Baresel, Epple, Krupp, Liebherr und Zeiss; Ende 1983 wurde das kleine Teleskop getestet. Iranische Raketen zerstörten die unfertigen Bauten im Iran-Irak-Krieg.
Der Ort heißt auf Sorani-Kurdisch ڕوانگەی ئاسمانیی ھەولێر und auf Arabisch مرصد أربيل. Der irakische Astronom Abdul Azim Al-Sabti setzt sich mit Fachleuten für die Wiederherstellung der beschädigten nationalen Sternwarte am Berg Korek ein. Die deutsche Künstlerin Hito Steyerl nahm die Sternwarte in einen ihrer Kurzfilme auf.
Der Standort liegt auf dem Berg Korek auf etwa 2.127 m, rund 1.500 m über der Umgebung, und die Zufahrt hinauf ist eine Bergstraße. Anfang der 1980er Jahre mussten die Bautrupps die Baustelle jeden Winter wegen starker Schneefälle sichern. Die halbfertigen Kuppeln und Gittertürme stehen noch, Besuchereinrichtungen gibt es nicht.
Die deutsche Künstlerin Hito Steyerl verwendete das unvollendete Observatorium von Erbil in einem ihrer Kurzfilme und machte die verlassene Anlage damit zu einem Motiv der Gegenwartskunst. Die halbfertigen Kuppeln und Teleskopgebäude am Berg Korek sind in ihren Aufnahmen zu sehen, Jahrzehnte nachdem iranische Raketen den Bau beendet hatten.
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