Malakka, Maritimer Handelshafen im Bezirk Melaka Tengah, Malaysia
Malacca ist eine Hafenstadt am Westufer der Malaiischen Halbinsel, die sich entlang der gleichnamigen Meerenge erstreckt. Weiß getünchte Kirchen, zweistöckige Ladenhäuser und bepflanzte Plätze prägen das Stadtzentrum, während moderne Hochhäuser in den äußeren Bezirken stehen.
Im 15. Jahrhundert wurde die Siedlung zu einem Knotenpunkt zwischen indischen, chinesischen und arabischen Seefahrern, bis portugiesische Truppen sie 1511 eroberten. Niederländische und später britische Verwaltungen folgten, bis Malaysia 1957 unabhängig wurde und die Stadt ihren vielfältigen architektonischen Charakter bewahrte.
Die Bewohner nennen ihre Stadt Melaka, während der koloniale Name Malacca außerhalb weiter gebräuchlich ist. Portugiesische, chinesische und malaiische Einflüsse verbinden sich in den Straßen um die Jonker Street, wo abends Garküchen öffnen und Händler Antiquitäten anbieten.
Das historische Zentrum lässt sich zu Fuß erkunden, doch die Sonne brennt nachmittags stark, weshalb frühe Vormittage oder späte Nachmittage angenehmer sind. Viele Museen und Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander und können an einem Tag besichtigt werden.
Auf dem Hügel oberhalb des Zentrums stehen die Ruinen von Sankt Paul, einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, in der Francisco Xavier vorübergehend beigesetzt war, bevor man ihn nach Goa überführte. Der Ausblick von dort erfasst den Hafen und die umliegenden Dächer.
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