Caseros Prison, Haftzentrum in Parque Patricios, Buenos Aires, Argentinien
Das Gefängnis Caseros war eine Haftanstalt in Parque Patricios mit einem markanten H-förmigen Grundriss und etwa anderthalb Tausend Zellen. Die Räume waren klein und dunkel, ohne Zugang zu natürlichem Licht von außen.
Der Bau begann 1960 unter Präsident Arturo Frondizi und wurde 1979 unter der Militärdiktatur von Jorge Rafael Videla fertiggestellt. Das Gefängnis funktionierte somit während einer turbulenten politischen Phase und prägte eine ganze Ära der argentinischen Geschichte.
Der Komplex wurde 2008 von Künstler Seth Wulsin während des Rückbaus in ein Kunstwerk verwandelt, das Gesichter in den Fenstergittern zeigte. Diese kreative Intervention machte das verlassene Gebäude zu einem Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit.
Der Ort ist heute verlassen und wird nicht für Besuche geöffnet, daher ist eine externe Besichtigung die einzige Möglichkeit. Der Standort in Parque Patricios ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, liegt aber in einem weniger bekannten Viertel.
Die extremen Lichtverhältnisse in den Zellen führten bei den Insassen zu unerwarteten körperlichen Folgen wie grünlich gefärbter Haut und Zahnproblemen. Diese sichtbaren Auswirkungen der Inhaftierung zeigen, wie sehr die Baustruktur das tägliche Leben der Menschen beeinflusste.
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