Museum of High Altitude Archaeology, Archäologisches Museum in Salta, Argentinien.
Das Museum der Hochgebirgsarchäologie in Salta ist ein archäologisches Museum in Argentinien, das menschliche Überreste und Gegenstände von Andengipfeln aufbewahrt. Die Exponate liegen in speziellen Kammern bei minus 20 Grad Celsius, um den Erhaltungszustand über Jahrhunderte hinweg zu sichern.
Die Einrichtung entstand 2004, um drei mumifizierte Körper zu schützen, die 1999 am Gipfel des Llullaillaco gefunden wurden. Diese Funde stammen aus dem 15. Jahrhundert und zeugen von Opferpraktiken des Inkareichs in den höchsten Regionen der Anden.
Die Sammlungen zeigen Objekte aus Kapazkocha-Zeremonien, bei denen das Inkareich Kinder auf entlegenen Gipfeln als Opfergaben zurückließ. Besucher sehen heute Textilien mit feinen Mustern, Keramikgefäße und kleine Metallfiguren, die einst bei diesen Bergritualen verwendet wurden.
Das Gebäude öffnet dienstags bis sonntags zwischen halb neun morgens und halb acht abends, mit unterschiedlichen Eintrittspreisen für Argentinier und Besucher aus anderen Ländern. Die Räume sind klimatisiert und gut beleuchtet, sodass man die Exponate in Ruhe betrachten kann.
Einer der konservierten Körper trägt den Spitznamen Blitzmädchen, weil ein Blitzeinschlag ihre Begräbnisstätte auf 6739 Metern Höhe markierte. Dieser Umstand half den Forschern, den genauen Fundort inmitten von Eis und Schnee zu lokalisieren.
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