Mata Atlântica Biosphere Reserve, Biosphärenreservat an der atlantischen Küste Brasiliens.
Das Biosphärenreservat Mata Atlântica ist ein Schutzgebiet entlang der atlantischen Küste Brasiliens, das sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt und Waldgebiete, Küstenstreifen sowie Süßwasserzonen umfasst. Es ist in Kernzonen mit strengem Schutz, Pufferzonen und bewohnten Übergangsbereichen gegliedert, in denen menschliche Aktivitäten unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind.
Die Mata Atlântica gehörte einst zu den größten Regenwäldern Südamerikas, wurde aber nach der Kolonisierung Brasiliens im 16. Jahrhundert durch Abholzung, Landwirtschaft und Urbanisierung stark reduziert. Die UNESCO erkannte das Gebiet 1991 als Biosphärenreservat an, um den Rückgang des verbliebenen Waldes zu bremsen.
Innerhalb des Reservats leben Gemeinschaften, die jahrhundertealte Praktiken der Landnutzung pflegen, die eng mit dem Wald verbunden sind. Wer durch bestimmte Bereiche wandert, begegnet Dörfern und Anbauflächen, die zeigen, wie Menschen und Natur hier seit Generationen nebeneinander existieren.
Das Reservat hat keine einzigen Eingang, sondern besteht aus vielen Schutzgebieten, Nationalparks und Staatsparks, die entlang der brasilianischen Atlantikküste verteilt sind und jeweils eigene Zugangsbedingungen haben. Es empfiehlt sich, vorab zu prüfen, welcher Teilbereich besucht werden soll, da Ausstattung und Zugänglichkeit stark variieren.
Obwohl der Atlantikwald zu den am stärksten bedrohten Wäldern der Welt zählt, beherbergt er noch immer eine außerordentlich hohe Zahl an Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Das macht ihn für Biologen zu einem der intensivst erforschten Waldgebiete weltweit.
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