Carioca Aqueduct, Kolonialaquädukt in Lapa, Brasilien
Der Aqueduto da Carioca ist eine Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert in Lapa, Rio de Janeiro, die heute als Überführung für die Straßenbahn dient. Die zweistöckige Konstruktion besteht aus hellem Stein und verläuft über eine belebte Kreuzung mit Bars und Geschäften auf beiden Seiten der gewölbten Durchgänge.
Die Wasserleitung entstand zwischen 1720 und 1750, um Trinkwasser vom Fluss Carioca in die wachsende Innenstadt zu leiten. Im späten 19. Jahrhundert erfolgte die Umnutzung zur Tramstrecke nach Santa Teresa, nachdem neue Rohrleitungen die ursprüngliche Funktion ersetzten.
Der Name Carioca stammt von einem indigenen Wort für das Haus eines Weißen und bezeichnet heute sowohl das Bauwerk als auch die Einwohner von Rio. Das monumentale Bogenwerk bildet die Kulisse für nächtliche Straßenfeste und Sambaveranstaltungen im Viertel Lapa, wo sich Einheimische und Besucher unter den Bögen treffen und die lebendige Musikszene der Stadt erleben.
Man kann an beiden Enden entlanglaufen und die Architektur aus der Nähe betrachten, während die Straßenbahn oben vorbeifährt. Die Umgebung ist tagsüber ruhiger, wird aber nachts belebt, wenn Bars und Clubs öffnen und Menschen unter den Bögen zusammenkommen.
Die oberste Ebene trägt die gelben Wagen der historischen Straßenbahn von Santa Teresa, die nach einem schweren Unfall 2011 lange außer Betrieb war und erst 2015 teilweise wieder eröffnet wurde. An Wochenendabenden spielen oft Live-Bands direkt unter den Bögen auf der Straße, sodass das Bauwerk zur Bühne für spontane Open-Air-Konzerte wird.
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