Church of Saint John the Baptist of Carapina, Religiöses Kulturerbe in Serra, Brasilien
Die Kirche St. Johannes des Täufers von Carapina ist eine Kolonialkirche, die 1584 vom Jesuitenpater Brás Lourenço gegründet, 1746 und 1870 wiederaufgebaut und nach einer Abrissbirne 1992 im Jahr 1996 rekonstruiert wurde. Sie liegt im historischen Ensemble von Carapina, neben einem alten Herrenhaus, das als Jesuitenresidenz gilt, und dem Friedhof des Distrikts.
Die Kirche wurde 1584 auf Wunsch des Jesuitenpriesters Brás Lourenço gegründet und diente den von Arariboia geführten Temiminó; eine Jesuitenmission bestand dort bereits 1565. 1746 und erneut 1870 wurde sie wiederaufgebaut oder restauriert, 1984 als Kulturerbe des Staates eingetragen, 1992 fast abgerissen und ausgeraubt, 1996 wiederaufgebaut und restauriert.
Die Kirche ist Johannes dem Täufer geweiht, dessen Fest im Juni gefeiert wird, dem Monat, in dem das Gebäude nach der Restaurierung wieder zur Messe öffnet. Eine örtliche Überlieferung berichtet, José de Anchieta, später heiliggesprochen, habe hier einen Streit beim Pferderennen entschieden, indem er einen seit Geburt stummen fünfjährigen Jungen sprechen ließ, der „o pato é meu“ (die Ente gehört mir) sagte. Die Kirche gehört zur Pfarrei Santo André Apóstolo der Erzdiözese Vitória.
Die Kirche empfängt keine Besucher und öffnet nur sonntags für Messen. Nach einer Schließzeit wurde sie restauriert und im Juni 2021 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Sie steht im Distrikt Carapina der Gemeinde Serra, innerhalb des historischen Ortes Carapina, neben einem alten Kolonialhaus und dem Friedhof des Distrikts.
Die Kirche wurde 1992 nahezu abgerissen und ihre Ausstattung gestohlen, 1996 wieder aufgebaut und restauriert und im Juni 2021 nach weiteren Arbeiten wiedereröffnet. Seit 1984 steht sie unter Denkmalschutz und öffnet nur sonntags zur Messe.
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