Capela de Santa Luzia, Katholischer Tempel im historischen Zentrum von Vitória, Brasilien.
Die Capela de Santa Luzia ist ein Kirchengebäude im historischen Zentrum von Vitória mit rechteckigem Grundriss und einfachen architektonischen Elementen an der Fassade. Das Bauwerk ruht auf Fundamenten aus Naturstein mit Mörtel und zeigt die schlichte Bauweise der frühen Kolonialzeit.
Das Gebäude wurde 1537 als Privatkapelle für Duarte de Lemos erbaut, einen der ersten Bewohner der Insel Santo Antonio, die von Kapitän Vasco Fernandes Coutinho verwaltet wurde. Diese Gründung markiert den Anfang der Besiedlung und religiösen Struktur dieser Region.
Von 1950 bis 1970 beherbergte die Kapelle das Museum für Sakrale Kunst von Espírito Santo, bis die Sammlung ins Museum Solar Monjardim kam. 1976 bis 1994 diente sie als Kunst- und Forschungsgalerie der Bundesuniversität von Espírito Santo. Als das IPHAN die Verwaltung wieder übernahm, kehrte die Sammlung sakraler Kunst zurück, bis das Brasilianische Museumsinstitut gegründet wurde. Seit der Restaurierung 2019 feiert die Erzdiözese von Vitória wieder Gottesdienste, die seit 1938 ausgesetzt waren: tridentinische Messen von Priestern der Personalapostolischen Administration São João Maria Vianney.
Die Kapelle befindet sich an der Ecke Rua Doutor Azambuja und Rua José Marcelino im Centro-Viertel und ist nach umfassenden Restaurierungsarbeiten für Besucher zugänglich. Vor dem Besuch sollte man sich über die aktuellen Öffnungszeiten informieren, da Restaurierungen und kulturelle Veranstaltungen den Zugang beeinflussen können.
Während Renovierungsarbeiten 2005 entdeckten Arbeiter Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, die in der Holzdecke und den Wänden verborgen waren. Diese versteckten Kunstwerke geben einen seltenen Einblick in die künstlerische Ausstattung früherer Epochen.
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