São Francisco River basin, Haupteinzugsgebiet in Ostbrasilien.
Das São-Francisco-Flussbecken erstreckt sich über fünf brasilianische Bundesstaaten und verbindet das Hochland von Minas Gerais mit der Atlantikküste durch Bahia, Pernambuco, Alagoas und Sergipe. Das Einzugsgebiet umfasst Nebenflüsse, Seen und Feuchtgebiete, die unterschiedliche Landschaften vom grünen Hochland bis zu trockenen Tälern prägen.
Kolonisten nutzten den Flusslauf ab dem 16. Jahrhundert als Transportweg ins Landesinnere und gründeten entlang seiner Ufer Siedlungen. Spätere Infrastrukturprojekte veränderten den natürlichen Verlauf durch Staudämme und Kanäle zur Wasserkraftgewinnung und Bewässerung.
Flussanrainer fertigen hölzerne Carrancas, Schiffsköpfe mit groteskem Gesicht, die Boote vor bösen Geistern schützen sollen. Diese Schnitzkunst geht auf alte Überzeugungen zurück und wird heute noch von Handwerkern in den Flussstädten ausgeübt.
Das Beckengebiet lässt sich von verschiedenen Orten aus erkunden, wobei Flussstädte Zugang zu Uferzonen und Aussichtspunkten bieten. Wanderwege und Bootsfahrten ermöglichen es Besuchern, unterschiedliche Abschnitte des Flusssystems kennenzulernen.
Die Paulo-Afonso-Fälle im mittleren Flusslauf bestehen aus mehreren Kaskaden, die über Granitfelsen hinabstürzen und dabei Gischt in die Luft schleudern. Besucher können die Wassermassen von Aussichtsplattformen beobachten, die nahe den Stromschnellen angelegt wurden.
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