Penataran, Hinduistischer Tempelkomplex in Blitar, Indonesien
Penataran ist ein hinduistischer Tempelkomplex in Blitar, Ostjava, dessen Anlage sich über drei terrassenartig angelegte Höfe erstreckt und mehrere Gebäude aus Vulkanstein umfasst. Die Mauern und Sockel tragen steinerne Reliefs, die Geschichten und Figuren darstellen, während offene Pavillons und Schreine die verschiedenen Ebenen miteinander verbinden.
Der Bau begann 1194 unter König Srnga, und über zwei Jahrhunderte hinweg fügten aufeinanderfolgende Herrscher neue Gebäude und Verzierungen hinzu, bis das Reich Majapahit im 15. Jahrhundert endete. Die Anlage diente als königliches Heiligtum und Ort für Zeremonien, die die Verbindung zwischen Herrschern und Göttern festigten.
Die Haupthalle trägt den Namen Naga-Tempel, weil zwei große Schlangenfiguren ihre Treppe säumen und auf die Verbindung zur javanischen Mythologie hinweisen. Diese Schlangen werden noch heute von Besuchern berührt, die Glück und Schutz suchen, ein Brauch, der über Generationen hinweg Bestand hat.
Der Komplex ist vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang geöffnet, und der frühe Vormittag bietet kühlere Temperaturen und weniger Menschenansammlungen zum Fotografieren. Ein Sonnenhut und feste Schuhe sind ratsam, da die Wege zwischen den Höfen teilweise uneben und der Schatten begrenzt ist.
Der Komplex liegt an den südwestlichen Hängen des Vulkans Kelud in etwa 450 Metern Höhe, und diese Lage macht ihn zum größten hinduistischen Tempelareal auf Ostjava. Trotz mehrerer Vulkanausbrüche in der Nähe blieben die wichtigsten Steinbauten über Jahrhunderte hinweg erhalten, was die Widerstandsfähigkeit der Konstruktion zeigt.
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