Oxtotitlán, Felsenunterstand und archäologische Stätte in Chilapa de Álvarez, Mexiko.
Oxtotitlán ist eine Felshöhle mit zwei flachen Grotten in einer Felswand, die etwa 200 Quadratmeter umfasst und alte Malereien und Wandbilder enthält. Die Grotten liegen übereinander und zeigen verschiedene künstlerische Techniken, die von Hand direkt auf dem Gestein aufgetragen wurden.
Die Stätte stammt aus der Zeit um 900 vor Christus und zeigt Malstile im Olmeken-Stil, die zu den frühesten Beispielen fortgeschrittener Malkunst in Mesoamerika zählen. Die künstlerische Tradition deutet auf eine etablierte Kultur hin, die bereits komplexe Symbole und Techniken beherrschte.
Die mehrfarbigen Wandmalereien zeigen Herrscher, Schlangen und Figuren mit Eulenmasken, die tiefe Einblicke in die Glaubensvorstellungen geben. Diese Bilder helfen heute noch dabei, die Gedankenwelt der damaligen Menschen nachzuvollziehen.
Besucher müssen sich im Dorf Acatlán anmelden, bevor sie die Stätte besuchen können, wo lokale Betreuer die archäologischen Überreste verwalten. Es empfiehlt sich, mit einem Führer zu gehen, um die Gemälde besser zu verstehen und sicher auf dem unebenen Gelände zu navigieren.
Die nördliche Grotte zeigt schwarze Pigmentmalereien von Tieren und mythologischen Figuren, während der südliche Bereich rote geometrische Muster mit unterschiedlichen künstlerischen Intentionen aufweist. Dieser Kontrast in Farben und Motiven deutet darauf hin, dass verschiedene Künstler oder Zeiträume an den Malereien beteiligt waren.
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