Grierson's Raid, Militäroperation in Mississippi und Louisiana, Vereinigte Staaten
Der Feldzug war ein Reitangriff der Union, bei dem Colonel Benjamin Grierson etwa 1700 Kavalleristen von Tennessee nach Louisiana führte und dabei feindliche Gebiete durchquerte. Die Truppe zerstörte während ihrer Route Railroad-Infrastruktur, Versorgungsbestände und Kommunikationslinien der Konföderierten.
Der Feldzug fand zwischen April und Mai 1863 statt und war Teil einer größeren Militärstrategie zur Schwächung der konföderierten Macht im Mississippi-Tal. Der Angriff zog feindliche Kräfte ab und verschaffte der Union Zeit, ihre Ziele in der Region zu erreichen.
Harold Sinclairs Roman The Horse Soldiers (1956) und John Fords gleichnamiger Film von 1959 mit John Wayne, William Holden und Constance Towers sind fiktionalisierte Fassungen des Raids und der Schlacht von Newton's Station. Der Filmtitel lautet The Horse Soldiers, nicht Die glorreichen Sieben.
Die Route führte von Südtennessee durch Mississippi bis ins von der Union gehaltene Baton Rouge in Louisiana, über 600 Meilen in rund zwei Wochen. Einen ausgeschilderten Weg gibt es heute nicht; die Strecke verlief durch das Landesinnere, daher folgt man ihr besser auf zeitgenössischen Karten als auf einer markierten Straße.
Griersons Brigade verlor auf dem Ritt nur drei Tote, sieben Verwundete und neun Vermisste; er meldete 100 getötete oder verwundete Konföderierte, 500 Gefangene, 50 bis 60 Meilen zerstörte Eisenbahn und 1.000 erbeutete Pferde und Maultiere. Fünf Kranke und Verwundete wurden entlang der Route zurückgelassen, zu krank, um weiterzureiten.
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