Fort de Flémalle, Militärmuseum und Festung in Flémalle, Belgien
Fort de Flémalle ist eines der zwölf um Lüttich errichteten Forts und liegt in einen Hang eingelassen etwa 7 km südwestlich des Stadtzentrums. Seine flache Betonfassade hat einen zentralen Bogeneingang mit vorspringendem Band darüber, flankiert von gelben Tafeln mit „1888“ und „1892“ sowie einer mittleren Tafel mit dem Namen „FLEMALLE“. Das Fort ist ein unregelmäßiges, fast dreieckiges Trapez, umgeben von einem 6 m tiefen und 8 m breiten Graben, wobei die Hauptbewaffnung im zentralen Massiv konzentriert ist.
Das Fort de Flémalle wurde zwischen 1881 und 1884 nach Plänen von General Henri Alexis Brialmont erbaut und war eines von zwölf Forts der Festungsposition Lüttich. Ab dem 14. August 1914 bombardiert, kapitulierte es am 16. August um 09:30 Uhr, zwei Stunden nach dem Fort de Hollogne, und war damit das letzte Lütticher Fort, das fiel. In den 1930er Jahren mit 105-mm- und 150-mm-Türmen modernisiert, wurde es im Mai 1940 erneut angegriffen.
Das Fort ist als Museum erhalten, sein Name verweist auf die Hochebene von Flémalle über der Maas. Besucher sehen die Grabengalerien der Kontreskarpe, in denen Küchen, Latrinen und Leichenkammer lagen, eine Anordnung, die den Alltag der Besatzung 1914 prägte. Die zwei gelben Tafeln am Eingangsbogen tragen die Jahreszahlen 1888 und 1892.
Besucher können die unterirdischen Gänge und Artilleriestellungen bei geführten Touren erkunden, die an jedem dritten Sonntag des Monats angeboten werden. Es ist ratsam, rechtzeitig anzukommen und festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege auf dem Gelände uneben sein können.
Die Geschütze verschossen Schwarzpulver statt rauchlosem Pulver und füllten die engen Kasematten mit erstickenden Gasen, die sich im unbelüfteten Inneren ausbreiteten. 1914 stellten die Deutschen fest, dass die Belüftung nahezu fehlte, und verbesserten sie während der Besatzung.
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