Hasselbrouck Castle, Neoklassizistisches Schloss in Gingelom, Belgien
Das Schloss Hasselbrouck ist ein U-förmiger Steinbau in Hasselbroek, einem Weiler von Jeuk in der Gemeinde Gingelom. Der rechte Flügel stammt von 1620 im Stil der maasländischen Renaissance; der Mittelbau wurde 1770 nach einem Entwurf des Lütticher Architekten Jacques-Barthélemy Renoz hinzugefügt. Der linke Flügel nahm Kutschenhaus und Nebengebäude auf. Ein kräftiger Turm steht noch, der zweite wurde 1843 abgebrochen, und Teile des Inneren weisen Stuckarbeiten auf.
Die Konstruktion begann 1620 unter der Familie Bormans van Hasselbroek, die starke Verbindungen zu regionalen Behörden pflegte. Der Weiterbau mit neuen Stilelementen erstreckte sich über die folgenden Jahrzehnte.
Der linke Flügel, früher Koetshuis und Nebengebäude, beherbergt heute die Mezo Art Foundation, die jungen Künstlern und Gestaltern Ausstellungen in eigens eingerichteten Räumen ermöglicht. Auch die Lederwarenwerkstatt Veneor und das Atelier des Malers Mezo sind dort untergebracht. Die Malerin Emma Jamar (1883-1967), Nichte des Künstlers Armand Jamar, entstammte der seit 1841 besitzenden Familie.
Das Schloss liegt in Hasselbroek, einem Weiler von Jeuk in Gingelom, an der Sprachgrenze in der Hesbaye. Es ist Privateigentum; Gebäude und Stuckarbeiten sind nicht zu besichtigen. Den U-förmigen Grundriss, den verbliebenen Turm und die Fassade mit dem Uhrgiebel sieht man vom Rasen und dem niedrigen Eisenzaun an der Straße aus.
Kosaken quartierten sich am Vorabend der Schlacht bei Waterloo im Schloss ein und hieben mit dem Säbel in die Wandmalereien; die Hiebe sind noch zu sehen. 2013 diente das Anwesen zudem als Schloss von Maurice de Praetere im Film zur Fernsehserie F.C. De Kampioenen.
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