Dolmen of Wéris, Neolithische Grabkammer in Wéris, Belgien
Der Dolmen von Wéris ist eine alte Grabkammer aus der Jungsteinzeit, die aus vier aufrechten Steinen besteht, auf denen zwei massive Decksteine als Dach ruhen. Die rechteckige Kammer ist etwa 6 Meter lang und wurde für die Bestattung von verstorbenen Gemeindemitgliedern genutzt.
Der Dolmen wurde um das Jahr 3000 v.Chr. erbaut und gehört zur Seine-Oise-Marne-Kultur der Jungsteinzeit. Die Kammer war über Tausende von Jahren hinweg in Gebrauch und enthält Spuren von der Neolithikum bis zur gallo-römischen Zeit.
Der Dolmen war Schauplatz von Bestattungsritualen, die zeigen, wie die frühen Bewohner ihre Toten verehrten und verabschiedeten. Die Fundstücke wie Keramik und Werkzeuge deuten darauf hin, dass diese Menschen hier ihre Verstorbenen mit sorgsam ausgewählten Objekten begruben.
Das Denkmal selbst kann man von außen besichtigen, aber man darf es nicht betreten oder erklimmen. In dem nahe gelegenen Dorf Wéris gibt es das Museum La Maison des Mégalithes, das mehr über die Geschichte und Bedeutung dieser Stätte erzählt.
Neben der Grabkammer steht ein einzelner aufrechter Stein, ein sogenannter Menhir, der etwa 2,84 Meter hoch ist. Diese markante Säule könnte als Orientierungspunkt für die Begräbnisstätte oder als heiliges Zeichen für das Volk gedient haben.
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