Pont de Godsheide, Schrägseilbrücke in Hasselt, Belgien
Der Pont de Godsheide ist eine Schrägseilbrücke aus Stahl über den Albert-Kanal in Hasselt. Das Bauwerk erstreckt sich über eine Länge von etwa 264 Metern und besteht aus vier hohen Pylonen mit dazwischen gespannten Stahlseilen.
Die Brücke wurde 1977–1979 für eine geplante Schnellstraße zwischen Hasselt und Genk gebaut und von Hellmut Homberg entworfen. Die Straße entstand nie: Der Stadtrat von Genk nutzte ein neues Gesetz, das die Zustimmung der Gemeinden verlangte, um sie zu verhindern, und das Projekt wurde aufgegeben. Jahrzehntelang diente nur eine Brückenhälfte einer lokalen Straße, die andere blieb ungenutzt.
Die Brücke gilt als eines der „großen nutzlosen Werke": Die Schnellstraße nach Genk scheiterte, weil Genk auf Grundlage eines neuen Gesetzes die Genehmigung verweigerte, und jahrzehntelang diente nur eine Brückenhälfte dem lokalen Verkehr. Seit 2022 nutzt der ganze Überbau den Radschnellweg F701 und eine Ökopassage zwischen De Maten und dem Demertal.
Der Überbau ist in Streifen geteilt: im Westen eine 6 m breite Grün- und Freizeitzone mit gewundenem Holzweg, ein 4 m breiter Zweirichtungsradweg (F701), die 5 m breite Lokalstraße N732 und im Osten ein 6 m breiter Ökopass. Niedrige Gabionenmauern trennen sie. Die Durchfahrtshöhe über dem Kanal beträgt 9,1 m.
Die Brücke wurde vom deutschen Ingenieur Hellmut Homberg entworfen und 1977–1979 gebaut. Jahrzehntelang trug nur eine Hälfte des Decks die lokale Straße N732, die andere blieb ungenutzt, weshalb das Bauwerk zu Belgiens grands travaux inutiles gezählt wurde. Seit 2022 dient das ganze Deck dem Radschnellweg F701 und einer Ökopassage.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.595 Mitwirkenden weltweit.