Renesse Castle, Mittelalterliche Burg in Oostmalle, Belgien.
Schloss Renesse steht in Oostmalle in der Kempen, Provinz Antwerpen. Der linke Flügel ist ein langer zweigeschossiger Bau mit cremefarbener Fassade, grauem Walmdach und weiß gerahmten Fenstern mit grauen Läden. Ein höherer Mittelbau aus hellem Stein besitzt einen Eingangsbogen und eine Balustrade; rechts schließt ein Backsteinteil mit rundem Turm unter steilem Kegeldach und einem kleineren spitzen Türmchen dahinter an.
Willem van Berchem ließ zwischen 1431 und 1464 eine erste Burg errichten; ihr Bergfried bildet noch heute den Verbindungspunkt der Anlage. Die Truppen von Maarten van Rossum brannten sie 1542 nieder, und Jan van Renesse baute sie ab 1545 mit einem quadratischen Hauptgebäude und vier Ecktürmen wieder auf. Das Hauptgebäude wurde 1793 abgerissen, und 1830 wandelte Leonard du Bus de Gisignies den Dienstflügel in ein Landhaus um.
Das Schloss wird vom gemeinnützigen Verein Domein de Renesse verwaltet, der aus Freiwilligen besteht und vierteljährlich den Renesse Koerier herausgibt. Sonntags finden Führungen statt, und ein Café im Schloss ist sonntag- und montagnachmittags geöffnet. Im Kutschenhaus sind der Heimatkundekreis von Malle und eine Brasserie untergebracht, davor steht May Claerhouts Statue De wandelaar.
Das Schloss selbst ist mietbar und wird normalerweise nur von Schlosswärtern bewohnt; Führungen finden jeden Sonntag statt. Eine Getränkestätte im Schloss ist sonntags und montags nachmittags geöffnet. Das rund 60 Hektar große Gut hat zwei ausgeschilderte Wanderwege, den Wolfkapelpad und den De Renesse-Salphenpad.
Der Tornado, der Oostmalle 1967 verwüstete, verschonte das Schloss, doch die Schäden an den Parkbäumen sind bis heute sichtbar. Das Schloss bewahrt zudem einen Turnierbalken aus dem 15. Jahrhundert, der heute über dem Kamin im Rittersaal liegt.
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