Underground quarries of the Malogne, Unterirdischer Phosphatsteinbruch in Cuesmes, Belgien.
Die Unterirdischen Steinbrüche von Malogne sind ein Netz aus Gängen und Kammern unter dem Stadtteil Cuesmes in Mons, Belgien, das durch den sogenannten Kammer-Pfeiler-Abbau entstanden ist. Dabei wurden Steinpfeiler stehen gelassen, um die Decke zu stützen, sodass ein weitläufiges unterirdisches Labyrinth entstand.
Die Steingewinnung in Malogne begann im Jahr 1877 auf dem Gelände Rolland und lief in mehreren Phasen weiter, bis der Betrieb 1958 endgültig eingestellt wurde. In dieser Zeit wurde der Kalkstein unter Cuesmes systematisch abgebaut und für den lokalen Bau genutzt.
Die Stollen unter Cuesmes wurden in der Vergangenheit auch für militärische Zwecke genutzt, was man noch heute an einigen Mauerstrukturen erkennen kann. Dieser Aspekt ist vielen Besuchern unbekannt und verleiht dem Ort eine zusätzliche historische Tiefe.
Besuche sind in der Regel nur in Gruppen möglich, daher empfiehlt es sich, im Voraus zu organisieren und eine eigene Lichtquelle mitzubringen. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind ebenfalls empfehlenswert, da es unter der Erde kühl und feucht sein kann.
In die Wände der Gänge sind Fossilien aus der Kreidezeit eingeschlossen, darunter Mosasaurier-Zähne, Belemnitenreste, Austernschalen und Schildkrötenüberreste. Besucher können diese prähistorischen Spuren im Stein direkt berühren, ohne besondere Ausrüstung zu benötigen.
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